Part IV: Unsere Erstbegehung des Mt. Hekla

Solten wir wirklich weiter nach oben?
Solten wir wirklich weiter nach oben?

Am Dienstagmorgen (02.09.) hatte sich der Sturm bereits etwas gelegt. Dennoch war die Wolkendecke sehr dicht und ein unregelmäßiger Niederschlag war gegeben. 7:30 Uhr verließen wir daher das Basislager. Die noch vom Vortag nassen Klamotten  trübten schon gleich zu Beginn unsere Erstbegehung des aktiven Vulkans Mt. Hekla. Auf insgesamt einer Wegstrecke von 6.5 km auf den Gipfel galt es, etwa 800 Höhenmeter zu bewältigen. Leider konnte uns Markus bei dieser Erstbegehung nicht folgen und blieb bei den Zelten zurück.

So stiegen wir zu fünft bei uns direkt entgegenkommenden starken Fallwinden bei Dauerregen den Nordwesthang hinauf.

Zuerst folgten wir noch der Jeep-Piste, bis wir in die tiefe Wolkendecke eintauchten und den offiziellen Wanderweg versuchten, zu finden. Wir irrten bei einer Sichtweite von weniger als 10 m noch lange am Fuße des Berges befindend, entlang. Auf dem steilen Hang mit loser Asche war ein Vorwärtskommen zusätzlich noch erschwert gewesen. Da Matthias sein GPS mit sich führte, hatten wir dann jedoch dann den offiziellen Aufstieg ausfindig machen können.

Naiv hatte ich noch vor dem Gipfelsturm gedacht, meinen fast leeren Trekkingrucksack als Windschutz mitzunehmen. Dieser machte den Weg nach oben natürlich nicht gerade einfacher für mich. Aber es half, nicht zu schnell durch den Wind auszukühlen.

Wir kreuzten ein erkaltetes Lavafeld, spitze Auswürfe und große Ascheklumpen machten den Weg schwer begehbar. Zudem war dieser auch weiterhin kaum auszumachen, in dem Nebel. Zudem gesellte sich auch Hagel dazu.

Am Ende des Lavafeldes zweigten wir unbewusst nach Osten ab. Dies war ausgerechnet der falsche Weg. Denn dieser führte über ein sehr steiles, rutschiges und weiteres Lavafeld. Die genannten Wetterbedingungen zwangen uns irgendwann, 200 Höhenmeter und dem Gipfel befindend, abzubrechen. Wir hatten schlichtweg bedenken, weiter sehr rasch auszukühlen, den Rückweg nicht zu finden und den lebensfeindlichen Wetterbedingungen noch ewig ausgesetzt zu sein.

Hekla ließ uns heute nicht gewähren. Aus diesem Grund machten wir uns zurück zum Zeltlager und erreichten dieses sehr ausgefroren um 11:30 Uhr. Dort harrten wir noch den restlichen Tag in unseren Zelten aus. Wenn das Wetter gut sein sollte am Mittwoch, dann wollten wir einen weiteren Aufstieg wagen.


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Hier geht es zu den Bildern des Erstversuches.

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