Das Finale der Wanderung

Schneetreiben setzte die letzten paar hundert Höhenmeter unter dem Gipfel der Hekla ein.
Schneetreiben setzte die letzten paar hundert Höhenmeter unter dem Gipfel der Hekla ein.

Am Tag darauf hatten wir das Ende unserer Tour geplant und auch auf den Bus, der aus Landmannalugar nach Rkv. fuhr, aufzusteigen.

Sollte das Wetter auf der Hekla am frühen Morgen (ca. 6:00 Uhr) ganz gut sein, dann wollten wir einen Aufstieg wagen. Hatten natürlich einen arg limitierten Zeitrahmen bis 12.30 Uhr. Da der Bus bereits ca. 15 Uhr die Jeep Straße unterhalb des Mt. Hekla passieren würde. Für den Weg zur Jeep Straße hatten wir auch gut 1.5 h eingeplant.

 

Morgens um 7 Uhr blickten wir von unserem Zeltlager hinauf. Es sah stürmisch und bewölkt aus. Jedoch sah es auch so aus, als würden die Wolken bald abgezogen sein und den Gipfel freigeben. Ohne weiter noch zu zögern, machten wir uns auf den Weg zum Aufstieg, an dem wir am Vortag gescheitert waren.

Leider waren wir auch dieses Mal nicht vollständig. Tobi konnte uns an diesem Tag nicht folgen und blieb im Basislager zurück. Auch Lydia war nicht topfit, aber kam dennoch hinter uns her. Bedenken hatten wir, ob sie die bevorstehenden Strapazen gut bestehen würde. Letztendlich hatten wir uns ohne Grund gesorgt, es ging bei allen gut voran.

Christian und Markus folgten mir, Matthias bildete das Ende unserer Gruppe und überprüfte den Weg per GPS. Ich sondierte den Weg vor unserer Gruppe aus.

Wir kreuzten das Lavafeld und nahmen an diesem Tag den Abzweig nach Westen, den gemächlich ansteigenden Schotterhang entlang.

Dieser Aufstieg war bedeutend besser zu begehen und bot im Gegensatz zum Vortag stark verminderte Risiken, auf scharfen Lavasteinen auszurutschen. Jedoch wurde unsere Freude über den gefunden "richtigen" Trail nach oben bald getrübt, als der Wind rasch stärker wurde und erst regen und dann Schnee einsetzte. Durch den intensiven Wind war der Schnee unerträglich auf der Haut. Bis dahin waren wir sehr schnell aufgestiegen, doch durch den Sturm ging es letztendlich wieder langsamer voran.

Dennoch erklommen wir 9:05 Uhr den Gipfel des Vulkans, auf welchem uns eine dichte Wolkenwand, starkes Schneetreiben als auch eisige Temperaturen empfingen.

Unsere Hände waren schon stark am Frieren, als wir uns im Gipfelbuch verewigten und uns sofort danach wieder an den Abstieg machten.

Erst kurz über dem Lavafeld hatten wir die erste freie Sicht auf die weite Vulkanlandschaft um die Hekla (Richtung Nordwesten) und genossen diese ein paar Minuten.

Beim Abschied wurde Mt. Hekla von einer Wolkendecke überlagert.
Beim Abschied wurde Mt. Hekla von einer Wolkendecke überlagert.

An den Zelten angekommen, erholten wir uns von dem schnellen Marsch auf die Hekla und feierten dies mit isländischem Flusswasser aus unseren Wasserbehältern.

Ursprünglich wollten wir nach Leirubakki über eine weite Lavazunge nach SW gehen, dieser erwieß sich jedoch als unpassierbar mit unseren Rucksäcken. Daher gingen wir schlicht die Hochlandstraße zur Jeep Piste hinab ins Tal. Wir hatten am Ende noch immer genug Zeit, ein paar Bilder von uns und unserem letzten großen Hindernis zu machen, der Hekla.

 

Der Bus kam überpünktlich und nahm uns direkt mit nach Reykjavík. Erst am nächsten Tag ließen wir die gesamte Reise in einem netten Kaffee bzw. Bäckerei, an dem wir bereits vor der Tour waren, ruhig aber glücklich ausklingen.


Damit Danke hiermit an Matthias, Lydia, Christian, Markus und Tobi für eine unvergessliche Tour durchs wilde Island. Auch wenn ich den Laugavegur wegen der Uni nicht vollkommen mit begehen konnte, so waren es die unvergesslichsten 7 Tage in diesem Jahr 2014.

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